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Premiere: “Wunderland” von Alexei Ratmansky

Alexei Ratmansky, einer der weltweit renommiertesten Choreografen, kreiert erstmals eine Uraufführung für das Hamburg Ballett, basierend auf Lewis Carrolls Klassikern Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln. Die Abenteuer der kleinen, eigensinnigen Alice in einer Welt, die ganz anderen Regeln folgt, faszinieren bis heute. Ist es alles nur ein (Alb)Traum? Ein Paralleluniversum? Die bezaubernde und fantastische Geschichte liegt bei Ratmansky, der meisterhaft klassisches Ballett mit einer modernen Sensibilität verwebt, in besten Händen.

Sie gelten als eines der ersten Fantasy-Bücher überhaupt, verzaubern seit über 100 Jahren immer neue Generationen von jungen Leser:innen und bringen Erwachsene zum Schmunzeln, aber auch zum Innehalten: Lewis Carrolls Alice im Wunderlandund Alice hinter den Spiegeln.

Die Abenteuer der kleinen, eigensinnigen Alice in einer Welt, die ganz anderen Regeln folgt – und somit unserer eigenen einen Spiegel vorhält – fesseln und faszinieren bis heute. Die teils putzigen, teils furchterregenden Charaktere aus dem Wunderland – u. a. der hastige weiße Hase, die wundersame Grinsekatze, die Wasserpfeife rauchende Raupe, die Zwillingsbrüder Tweedledum und Tweedledee, das verrückte Duo Märzhase und Hutmacher sowie die diktatorische Herzkönigin, die stets "Kopf ab!" schreit – sind im allgemeinen kulturellen Gedächtnis schon längst verankert.

Ist es alles nur ein (Alb)Traum? Ein Paralleluniversum? Eine Reise ins Unterbewusstsein? Carrolls literarische Vorlagen bieten viele Interpretationsmöglichkeiten. Im Auftrag des Hamburg Ballett nimmt sich nun einer der weltweit renommiertesten Choreografen dieser fantastischen Geschichten an: Alexei Ratmansky. Der ukrainisch-amerikanische Choreograf ist Hauschoreograf des New York City Ballet. Die New York Times beschreibt ihn als "wohl wichtigsten Ballettchoreograf der heutigen Zeit". Neben seinen zahlreichen Uraufführungen für führende Ballettcompagnien ist er auch bekannt für Rekonstruktionen der großen Werke des 19. Jahrhunderts. Durch und durch dem klassischen Ballett verpflichtet, beherrscht er wie kaum ein anderer Choreograf die Kunst, klassische Balletttechnik mit einer modernen Sensibilität zu verweben. Vor allem aber ist er ein genialer Geschichtenerzähler. Die bezaubernden – und teilweise irritierenden – Geschichten von Alice liegen bei ihm in besten Händen, und das Hamburger Publikum darf sich auf ein fantasievolles Ballett freuen.

Ausflug nach Lübeck

Viele Schüler*innen der Ballettschule des Hamburg Ballett kommen aus dem Ausland und haben nicht immer die Möglichkeit, die Ferien bei ihren Familien zu verbringen – ihr Wohlbefinden liegt uns daher besonders am Herzen. So hat der Verein in den Frühjahrsferien 2026 unter anderem die Kosten für einen Ausflug nach Lübeck für die Internatskinder übernommen. Die Schülerinnen haben sich herzlich für die schönen Erlebnisse bedankt.


Jahresrückblick 2024/2025

Dank Ihrer Beiträge und großzügigen Spenden haben wir in diesem Jahr 26 Schüler*innen mit Stipendien unterstützt und ihnen dabei geholfen, sich ganz auf ihre anspruchsvolle Berufsausbildung konzentrieren zu können. Die jungen Menschen sind Ihnen dafür unendlich dankbar, denn ohne Ihre Hilfe und finanzielle Unterstützung könnten sich viele die intensive Ausbildung nicht leisten.

Zusätzlich haben wir die Kosten für drei Aspiranten-Stellen in der Compagnie übernommen. Ergänzend dazu finanzierte die Hapag-Lloyd Stiftung drei weitere Stellen, während die Kay und Hans-Jakob-Stiftung eine zusätzliche Aspirantenstelle förderte. Somit konnten insgesamt sieben Positionen gefördert werden. Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Schüler*innen bestmöglich zu unterstützen und insbesondere den Übergang von der Ausbildung in das professionelle Ensemble weiterhin gezielt zu fördern.

Außerdem hat unser Freundeskreis vielen Schülerinnen durch Fahrtkostenzuschüsse die Reise zu Vortanzterminen ermöglicht, denn nicht alle können nach ihrem Abschluss in die Compagnie des Hamburg Ballett übernommen werden. Zu einer gelungenen Bewerbung gehören auch professionelle Bilder und so haben wir auch in diesem Jahr die Gage für den Fotografen Silvano Ballone gezahlt, der die Theaterklässlerinnen fotografiert hat. Zu unseren fixen Posten gehören auch die Übernahme der Kosten für den Deutschunterricht und das Lehrmaterial sowie für die Krankenversicherungen vieler Schüler*innen aus Nicht-EU-Staaten.

Uns lag schon immer am Herzen, die Kinder im Internat so gut es geht zu unterstützen. Viele von ihnen kommen aus dem Ausland, um an der Ballettschule des Hamburg Ballett ausgebildet zu werden. In den Frühjahrsferien 2025 haben wir die Kosten für verschiedene Freizeitaktivitäten für die Internatskinder übernommen. Einige konnten sich über Weihnachten sowie in den Sommerferien die teilweise weite Reise zu ihren Eltern finanziell nicht leisten und wir haben gerne für diese Kinder einen Zuschuss gezahlt. Kindern, die in der Ferienzeit im Dezember in Hamburg bleiben mussten, haben wir ein Weihnachtstaschengeld gegeben.

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Gigi Hyatt

Kyra Wentzlaff

Max Cowan

Schöne Neuigkeiten zum Prix de Lausanne 2026

Liebe Karin, 

liebe Freunde des Ballettzentrums Hamburg e.V.,

ich möchte mich ganz herzlich bei Euch und Ihnen allen für die großartige Unterstützung unserer Schüler:innen bedanken. In Form von Übernahme der Registrierungsgebühr sowie Ihrer Unterstützung für die Video- und Fotoaufnahmen der Choreografien, haben Sie einen wertvollen und bedeutenden Anteil an unserer Teilnehme beim diesjährigen Young Creation Award des Prix de Lausanne geleistet!

Gerne möchte ich in dem Zusammenhang einige schöne Neuigkeiten nicht unerwähnt lassen:

Wir sind sehr stolz darauf, dass in diesem Jahr zwei von fünf ausgewählten Choreografien von Schüler:innen der Balletschule des Hamburg Ballett stammen. Die beiden jungen Choreograf:innen, Kyra Wentzlaff und Max Cowan werden gemeinsam mit ihren Tänzer:innen Anfang Februar nach Lausanne reisen und dort während der Prix de Lausanne-Woche ihre Arbeiten präsentieren. Aus diesen fünf internationalen Choreografien der Partnerschulen werden schließlich zwei Gewinner ausgewählt, die anschließend in das Repertoire des Wettbewerbs aufgenommen werden.

Für die kommende Ausgabe werde auch ich in Lausanne sein – diesmal als Vizepräsidentin der Jury – und die gesamte Woche vor Ort verbringen. Es ist für mich eine große Ehre, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen. Besonders freue ich mich darüber, dass zeitgleich fünf unserer Schüler*innen in Lausanne sein werden: vier im Rahmen des Young Creation Award und ein weiterer Schüler als Teil des Partner School Project.

Bei diesem Projekt kommen rund 50 internationale Schüler:innen aus Partnerschulen zusammen, um während dieser Woche gemeinsam an einer Choreografie von Edwaard Liang zu arbeiten und diese als gemeinsames Projekt zu präsentieren. 

Sowohl die Choreografien des Young Creation Award als auch weitere Programmpunkte des Prix de Lausanne werden im Fernsehen ausgestrahlt. Wir werden Ihnen die entsprechenden Informationen in Kürze weiterleiten, damit Sie den Weg unserer Hamburger Teilnehmer*innen beim Prix de Lausanne mitverfolgen können.

 Ohne Ihre Unterstützung, wären auch diese Erfolge und besonderen Möglichkeiten für unsere junge Tänzer:innen nicht denkbar.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen

Gigi Hyatt

Direktorin
Ballettschule des Hamburg Ballett



Ballettschule des Hamburg Ballett nimmt an der YGP Orchard Gala in Tokio teil

Am 12. Oktober 2025 hat die Ballettschule des Hamburg Ballett an der hochkarätig besetzten YGP Orchard Gala teilgenommen, die erstmals in der Bunkamura Orchard Hall in Tokio stattgefunden hat. Die Gala, die eine Veranstaltung des renommierten Youth America Grand Prix (YAGP) ist, steht unter dem Titel „Stars von heute treffen Stars von morgen“ und versammelt aufstrebende Talente führender internationaler Ballettschulen sowie etablierte Weltstars des Balletts zu einem außergewöhnlichen künstlerischen Abend. Die Ballettschule des Hamburg Ballett wurde eingeladen im Rahmen der Gala Ausschnitte aus John Neumeiers Ballett „Spring and Fall“ zu präsentieren. In einer besonderen Besetzung tanzen Alexandre Riabko, Sonderdarsteller des Hamburg Ballett, und Romane Cornu, Quetzalcoatl Flores Cardena und Taichi Toshida allesamt Schüler:innen der achten Klasse, gemeinsam dieses poetische Werk zu Antonin Dvořáks Streicherserenade. Die 1994 uraufgeführte Choreografie reflektiert nicht nur den Kreislauf der Jahreszeiten, sondern auch das empfindsame Zusammenspiel von Jugend und Reife, das sich mit dieser besonderen Besetzung auf besondere Weise entfaltet. Neben der Ballettschule des Hamburg Ballett versammelte das Programm der YGP Orchard Gala eine eindrucksvolle Auswahl von internationalen Ballettschulen, die zu den weltweit führenden zählen: die Royal Ballet School aus London, die Princess Grace Academy aus Monaco, die San Francisco Ballet School und die Stuttgarter John Cranko Schule, waren, unter anderen, weitere Gäste dieser renommierten Gala. Zu den Stars der Gala gehören unter anderem Mei Eikyu vom Mariinsky-Ballett, Evgeny Konovalov, Yūshichi Yamada, Hana Terada und Sakura Nagai sowie weitere Tänzer:innen, die aus dem YAGP hervorgegangen sind und heute die großen Bühnen der Welt prägen. Der Youth America Grand Prix ist mit 15.000 Teilnehmer:innen mittlerweile der weltweit größte nicht-kommerzielle Ballettwettbewerb für junge Tänzer:innen. Seit seiner Gründung im Jahr 1999 bietet er jährlich Hunderten von Talenten eine Plattform zur Weiterentwicklung, Sichtbarkeit und zur Vergabe internationaler Stipendien. Neben den eigentlichen Wettbewerben veranstaltet der YAGP auch regelmäßig Galas, die unter dem Motto „Stars of Today Meet the Stars of Tomorrow“ stehen. Die Einladung nach Tokio stellt für die Ballettschule des Hamburg Ballett eine besondere Anerkennung dar und würdigt sowohl die hohe Qualität ihrer tänzerischen Ausbildung als auch die internationale Strahlkraft ihrer künstlerischen Arbeit. Ein weiteres Zeichen der Verbindung zwischen dem YAGP und der Hamburger Schule ist die Mitwirkung von Gigi Hyatt, der Direktorin der Ballettschule, die in diesem Jahr als Jurymitglied im offiziellen Wettbewerbsprogramm tätig ist. Ihre Berufung in die Jury unterstreicht das internationale Ansehen der Schule und ihre kontinuierliche Beteiligung an der Förderung junger Tänzer*innen auf höchstem Niveau.


Wir trauern um unser hochgeschätztes Gründungsmitglied Peter Schmidt

1981 war er eine treibende Kraft zur Gründung unseres Vereins und legte die Weichen und das Fundament für unsere heutige Arbeit. Sein Engagement für das Hamburg Ballett und das Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier war von Anfang an geprägt von großer persönlicher Verbundenheit. Die umfassende Förderung junger Talente lag ihm stets am Herzen und reichte über finanzielle Aspekte weit hinaus. So teilte er seinen reichen Erfahrungsschatz und ermöglichte interessierten Tänzer:innen u.a. Einblicke in seine Agentur, öffnete Horizonte und formte Jugendliche für ihr Leben im und jenseits des Tanzes. Auch unseren Verein unterstützte er über Jahrzehnte mit seiner Expertise und gestalterischen Hand. 

Auf der Bühne des Hamburg Ballett bleibt uns für immer die Erinnerung durch sein Bühnenbild, das er für John Neumeiers Ballett Tod in Venedig entwarf; geprägt von seiner typischen Reduktion, Klarheit und stillen Poesie.

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Peter Schmidt, der am 24. Juli 2025 verstarb.

Kuratorium und Vorstand Freunde des Ballettzentrums Hamburg e.V

Willkommen, Leslie Heylmann!

Mit Beginn der Spielzeit 2025/26 dürfen wir Leslie Heylmann als neue Ansprechpartnerin für die Kommunikation mit unseren Mitgliedern im Förderverein Freunde des Ballettzentrums Hamburg e.V. begrüßen. Sie hat zum 1. September 2025 die operative und administrative Leitung des Vereins übernommen.

Geboren in São Leopoldo (Brasilien), begann Leslie ihre Tanzausbildung in ihrer Heimat und setzte sie an der renommierten Palucca Schule in Dresden fort. Ihre beeindruckende Karriere führte sie zunächst an das Ballett der Semperoper Dresden, wo sie zur Ersten Solistin avancierte. Ab 2008 wechselte Leslie Heylmann als Solistin ans Hamburg Ballett, 2012 wurde sie zur Ersten Solistin befördert. Nach 14 Jahren in der Hamburger Compagnie, in der sie führende Rollen in Balletten John Neumeiers tanzte, nahm sie ihren Bühnenabschied und übernahm zur Spielzeit 2023/24 die organisatorische Leitung der Ballettschule des Hamburg Ballett. Durch diese Tätigkeit kennt sie die Abläufe, Ansprechpartner:innen und Strukturen am Ballettzentrum bestens – und bringt somit ideale Voraussetzungen mit, um die Verbindung zwischen unserem Verein, der Schule und der Compagnie weiter zu stärken und eine bestmögliche Unterstützung des Ballettzentrums zu erreichen.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit – herzlich willkommen, liebe Leslie!

Kontakt: leslieheylmann@freunde-des-ballettzentrums.de


Nachricht

Gemeinschaftliche Interimsleitung beim Hamburg Ballett

24. Juli 2025
Aufsichtsrat der Hamburgischen Staatsoper stellt die Führung des Hamburg Ballett zunächst für die kommende Spielzeit neu auf

Der Aufsichtsrat der Hamburgischen Staatsoper hat auf seiner gestrigen Sitzung die Interimsleitung des Hamburg Ballett für die kommende Spielzeit beschlossen und Nicolas Hartmann interimistisch zum Geschäftsführenden Ballettbetriebsdirektor und damit zum dritten Geschäftsführer der Hamburgischen Staatsoper ernannt. Er übernimmt die Verantwortung für das Hamburg Ballett in einem Team gemeinsam mit dem bisherigen stellvertretenden Ballettintendanten Lloyd Riggins und der bisherigen stellvertretenden Direktorin der Ballettschule Gigi Hyatt. Die Leitung der Compagnie übernimmt Lloyd Riggins als künstlerischer Ballettdirektor gemeinsam mit Nicolas Hartmann. Die Leitung der Ballettschule übernimmt Gigi Hyatt als interimistische Ballettschuldirektorin ebenfalls gemeinsam mit Nicolas Hartmann. Grundlage der gemeinsamen Leitung sind die aus Neuproduktionen und der Repertoirepflege des John-Neumeier-Werks bestehenden Pläne, die auch mit Blick auf die Spielzeit 2026/27 weiterentwickelt werden.

Mit dem Leitungsteam ist zudem vereinbart, dass für Neuproduktionen herausragende Choreographinnen und Choreographen zu verpflichten sind, die im Zusammenspiel mit dem kreativen Potential der Compagnie zur Qualität des Hamburg Ballett beitragen werden. Wie vom Aufsichtsrat bereits im Juni beschlossen, wird nach der Sommerpause zudem ein extern moderierter Prozess starten, in dem Grundsätze künftiger Zusammenarbeit in der Compagnie und die Erwartungen an eine künftige Intendanz des Hamburg Ballett erarbeitet werden sollen. Die Ergebnisse dieses Prozesses sollen als eine Grundlage in einen sich anschließenden Findungsprozess für die künftige Ballettintendanz einfließen. Zudem wird sich die Leitung des Balletts insbesondere mit Blick auf die strukturelle Neukonzeption wie auch auf die Verbreiterung des choreographischen Repertoires extern beraten lassen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: "Das Hamburg Ballett ist eine Compagnie mit internationaler Strahlkraft. Die gemeinsame Interimsleitung bringt die Erfahrung und das Wissen mit, das Hamburg Ballett in einer entscheidenden Übergangsphase professionell zu leiten und die Grundlage für einen erfolgreichen Neuanfang zu schaffen. In dieser für alle herausfordernden Phase möchte ich allen sehr für das große Engagement danken, mit dem sie nicht zuletzt zu dem großen Erfolg der 50. Hamburger Ballett-Tage beigetragen haben. Die Ballett-Tage unterstreichen die hohe Professionalität der Compagnie und die große Begeisterung der Hamburgerinnen und Hamburger für die Vielfalt des Balletts."

Nicolas Hartmann: “Das Hamburg Ballett steht für künstlerische Exzellenz, internationale Ausstrahlung und eine starke emotionale Bindung zum Publikum. Es ist mir ein persönliches Anliegen, die Verantwortung für diese Institution mit Respekt vor ihrer Geschichte und mit einem klaren Blick nach vorne anzunehmen. Gemeinsam mit Lloyd Riggins wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich die Compagnie künstlerisch wie strukturell weiterentwickeln kann. Mit viel Optimismus blicke ich auf die Herausforderung, gemeinsam mit dem Ensemble die Gegenwart zu gestalten und das Hamburg Ballett auf die Zukunft vorzubereiten.”

Lloyd Riggins: “Es ist mir eine große Ehre, seit über 30 Jahren Teil des Hamburg Ballett zu sein. Die Führung dieser herausragenden Compagnie in einer so herausfordernderen Zeit zu übernehmen, ist für mich zugleich eine große Verantwortung und eine große Chance. Ich fühle mich jetzt – an diesem Punkt meiner Karriere – absolut bereit für diese Aufgabe. Ich werde all meine Erfahrung, Kraft und mein Wissen einsetzen, um die Compagnie und dieses Haus mit Leidenschaft und Humanität in eine glänzende Zukunft zu führen. Eine Zukunft, die auf dem starken Erbe und Vermächtnis des Hamburg Ballett aufbaut, aber mit einem Blick nach vorne und nach außen – auf neue Werke und Kooperationen, die das einzigartige Tanzerlebnis, für das Hamburg steht, bereichern werden. Ich freue mich sehr darauf, das nächste Kapitel des Hamburg Ballett gemeinsam mit der Compagnie, dem Haus und der Stadt Hamburg aufzuschlagen.”

Gigi Hyatt: “Es ist eine Ehre und ein Privileg, täglich mit unseren inspirierenden Schüler*innen der Ballettschule zusammenarbeiten zu können. Ich freue mich darauf, zusammen mit unseren engagierten Pädagog*innen und Mitarbeitenden die Vision, die unsere Schule einzigartig macht, weiter auszubauen. Das Hamburg Ballett hat immer einen besonderen Platz in der Ballettwelt eingenommen. Gemeinsam investieren wir weiterhin mit Leidenschaft dieses Ziel, in die Zukunft weiterzutragen.”

BIOGRAFIEN

Nicolas Hartmann wurde in Bremen geboren und war von 2007 bis 2021 Assistent der Ballettbetriebsdirektion des Hamburg Ballett, bevor er 2021 zum Ballettbetriebsdirektor ernannt wurde. Er studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg und leitete bis 2007 das Festivalbüro der Sommerlichen Musiktage Hitzacker.

Lloyd Riggins wurde in New York, USA, geboren. Seit 1995 war er Erster Solist beim Hamburg Ballett und übernahm ab 2006 die Rolle des Ballettmeisters. Seit 2015 arbeitet er als stellvertretender Ballettdirektor der Hamburger Ballettcompagnie.

Gigi Hyatt war ab dem Jahr 1982 Mitglied des Hamburg Ballett und wurde 1986 von John Neumeier zur Ersten Solistin ernannt. 1997 beendete sie ihre Bühnenkarriere und zog in die USA. Im Jahr 2013 kehrte Hyatt nach Hamburg zurück, um die Position der stellvertretenden Direktorin der Schule des Hamburg Ballett zu übernehmen.

Foto: Lloyd Riggins und Nicolas Hartmann © Kiran West


Spielzeit 2025/26

Das Hamburg Ballett präsentiert in der Spielzeit 2025/26 eine facettenreiche Auswahl choreografischer Perspektiven.

Im Dezember präsentiert das Hamburg Ballett mit „ROMANTIC EVOLUTION/S“ (7.12.25) einen besonderen Abend zwischen Tradition und zeitgenössischer Interpretation. Auf dem Programm steht zum einen August Bournonvilles Klassiker „La Sylphide“, ein Meilenstein des Romantischen Balletts, zum anderen eine Uraufführung von Aleix Martínez, Erster Solist des Hamburg Ballett und Choreograf, der sich von diesem Klassiker zu einem ganz neuen Stück inspirieren lässt.

Der Ballettabend „FAST FORWARD“ (22.2.26) umfasst 90 Jahre Tanzgeschichte. Wie im Zeitraffer präsentiert der vielseitige Abend vier äußerst diverse Tanzstücke: Er beginnt mit George Balanchines bahnbrechender „Serenade“ aus dem Jahr 1935, gefolgt von Angelin Preljocajs bewegendem Pas de Deux „Annonciation“.

Eine weitere Erstaufführung steuert der Katalane Marcos Morau bei, der zu den gefragtesten Tanzschöpfer:innen unserer Zeit zählt. Der Abend schließt mit einer Uraufführung der chinesischen Choreografin Xie Xin. Zusammen mit den Tänzer:innen des Hamburg Ballett kreiert sie ein brandneues Stück und führt den unaufhörlichen Lauf der Tanzgeschichte weiter.

Einen Höhepunkt der Saison stellt die Weltpremiere von „Wunderland” (20.6.26), eines neuen Balletts von Alexei Ratmansky, dar, das von Lewis Carrolls zeitlosen Klassikern „Alice im Wunderland” und „Alice hinter den Spiegeln” inspiriert ist. Der ukrainisch-amerikanische Choreograf ist Hauschoreograf des New York City Ballet und beherrscht wie kaum ein anderer die Kunst, klassische Balletttechnik mit einer modernen Sensibilität zu verweben. Ratmanskys meisterhafte Erzählkunst und innovative Ballettsprache, die ihn zu einem weltweit gefeierten und gefragten Künstler macht, eröffnet als Uraufführung die 51. Hamburger Ballett-Tage.

Als Wiederaufnahme und erste Produktion der neuen Spielzeit steht John Neumeiers „Die Möwe” (21.9.25) auf dem Programm, die damit in das Jahr des 50. Todestags von Dmitri Schostakowitsch fällt. Das Ballett, frei nach dem gleichnamigen Drama des russischen Autors Anton Tschechow, zeigt einmal mehr John Neumeiers beeindruckende Kunst tief in die Darstellung von komplexen menschlichen Figuren einzutauchen. Seine Choreografie stellt die innere Zerrissenheit und die unerfüllten Wünsche der Charaktere in den Mittelpunkt und erweckt die subtilen Gefühle und die Tragik der Geschichte zum Leben. Außerdem von John Neumeier gezeigt werden „Die kleine Meerjungfrau“, „Die Kameliendame“, „Der Nussknacker“, „Tod in Venedig“ und „Nijinsky“. Ebenfalls auf dem Repertoirespielplan stehen die Ballettabende „THE TIMES ARE RACING“ und „SLOW BURN“.

>> Saisonbroschüre 2025/26


INTERMEZZO XII
Benefiz-Ballettgala

Anlässlich der ersten Saison des neuen Intendanten des Hamburg Ballett, Demis Volpi, fand am 26. Oktober 2024 unter der Schirmherrschaft des Hamburger Kultursenators Dr. Carsten Brosda die zwölfte Ausgabe der Intermezzo-Gala der Freunde des Ballettzentrums Hamburg e.V. im Börsensaal der Handelskammer Hamburg statt. Seit vielen Jahren ist es eine geschätzte Hamburger Tradition, dass unser Verein eine Benefiz-Gala organisiert, deren Spenden der Ballettschule des Hamburg Ballett und damit der Nachwuchsförderung zugutekommen.

Rund 200 Gäste durften wir zur diesjährigen Intermezzo-Gala im festlich geschmückten Börsensaal begrüßen. Im Zentrum der mit raffiniert kombinierten Blumenarrangements dekorierten 20 Tische stand natürlich die Bühne für die Auftritte und Reden des Abends.  Zwischen einem exquisiten Drei-Gänge-Menü begeisterten die Schülerinnen und Schüler der Ballettschule sowie Tänzerinnen und Tänzer des Hamburg Ballett mit ihrem Können. Während des Abends richteten auch Ballettschülerinnen und -schüler, die von uns durch Stipendien gefördert werden, persönliche Worte des Dankes an unseren Verein und berichteten, was für sie ganz persönlich das Besondere an der Ausbildung an der Ballettschule des Hamburg Ballett ist oder wie ihnen die finanzielle Unterstützung unseres Vereins ganz konkret weiterhilft.

Mit offenen Armen“ lautete das diesjährige Motto der Benefiz-Gala. Demis Volpi bedankte sich in seiner Rede für die – titelgebenden – offenen Arme, mit denen er in der Stadt Hamburg, an der Hamburgischen Staatsoper, in der lokalen Ballettszene und auch von unserem Verein zum Auftakt seiner Intendanz begrüßt wurde. Die Moderation des Programms übernahmen in diesem Jahr neben der Vorsitzenden Karin Martin, die die Veranstaltung eröffnete, Ballettintendant Demis Volpi selbst, sowie Gigi Hyatt, Pädagogische Leitung und stellvertretende Direktorin der Ballettschule des Hamburg Ballett, und Chefdramaturgin Vivien Arnold.

Zum Auftakt zeigten 81 Schülerinnen und Schüler der Ballettschule des Hamburg Ballett Demis Volpis „Der Karneval der Tiere“ und erweckten unzählige Geschöpfe der Tierwelt zum Leben. Diese reichten von Antilopen über Löwen, Kängurus und Elefanten, bis hin zu frisch geschlüpften Küken und einem tragisch sterbenden Schwan. Das fantasievolle Ballett zur Musik von Camille Saint-Saëns wurde 2010 mit der John Cranko Schule uraufgeführt und 2012 auf Einladung von John Neumeier mit der Ballettschule des Hamburg Ballett einstudiert. Die liebevoll gestalteten Kostüme für diese Produktion wurden damals von unserem Verein gesponsert und wir freuen uns auf die Wiederaufnahme dieses Balletts im Rahmen der „Erste Schritte“-Vorstellung der Ballettschule am 3. Juni und 7. Juli 2025.

Die Schülerinnen und Schüler der Theaterklassen VII und VIII stimmten mit Demis Volpis Choreografie „Winter“ zu Antonio Vivaldis gleichnamiger Komposition auf die kommende Jahreszeit ein. Eigentlich als Pas de deux konzipiert, erweiterte Volpi die Besetzung für diese Gala kurzerhand auf vier Paare, um so mehreren Talenten die Möglichkeit zu geben, sich an diesem Abend zu präsentieren. „Wenn wir schon in der tollen Lage sind, nicht nur zwei, sondern acht Tänzerinnen und Tänzer haben, die diese anspruchsvolle Choreografie meistern können, dann wollen wir Ihnen diese Talente natürlich auch zeigen“, so Intendant Demis Volpi und erntete dafür dankbaren Applaus.

Wer kürzlich der Premiere „The Times Are Racing“ zum Saisonauftakt der Hamburg Ballett beigewohnt hatte, erinnerte sich an das hochästhetische BallettVariations for Two Couples des legendären niederländischen Choreografen Hans van Manen. An diesem Abend tanzten für uns die Ersten Solistinnen und Solisten des Hamburg Ballett Madoka Sugai und Alexandr Trusch sowie Xue Lin und Jacopo Bellussi.

Beendet wurde der festliche Abend mit Demis Volpis temperamentvoller Choreografie zu Igor Strawinskys Klarinettenkonzert „Ebony Concerto“, getanzt von Solistin Futaba Ishizaki und Solist Daniele Bonelli.

Save the Date: Die nächste Intermezzo-Gala XIII wird am Samstag, den 7. November 2026, im Börsensaal der Handelskammer Hamburg ausgetragen. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor. Hierzu erhalten Sie eine gesonderte Einladung.

Fotos © Kiran West